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Ein beinahe platzender Schweizer

, Schlagworte: Bastardslam, Lars Ruppel, Maria, Renato Kaiser, Sascha Delitzscher, Sebastian23, Viktoria-Louise Seifried

Wer Renato Kaiser schon immer mal im Stadium kurz vor der Explosion beobachten wollte, dem bot sich im Finale des Bastardslam am 19. Juni eine vorzügliche Gelegenheit. Doch beginnen wir am Anfang: Ausnahmsweise fand der Slam dieses Mal nicht im Festsaal Kreuzberg, sondern in den kleineren Räumlichkeiten des benachbarten Clubs „Monarch“ statt. Das Publikum hatte sich davon aber nicht irritieren lassen und war zahlreich erschienen, als der Gastmoderator Lars Ruppel den Slam gegen 21 Uhr eröffnete. Nach einer kurzen, stimmungsvollen Einleitung übergab dieser an seinen Kollegen Sebastian23, dem Featured Poet des Abends, der die Zuschauer mit einer Auswahl seiner Texte für den darauf folgenden Wettbewerb aufheizte.

Die Vorrunden im Schnelldurchlauf: Viktoria-Louise Seifried gewann die erste Runde mit einem Text über ihr Psychologiestudium und setzte sich damit gegen Xóchil, Annette Flemig und Sergio durch. Die durchweg starke Runde 2 ging nach einer Kampfabstimmung an Renato Kaiser und seinen Text „Nicht“, vor Daniel Hoth, Paula Varjack und Katinka Kraft. Dann folgte eine kurze Pause, die nach gut 10 Minuten vom zweiten Programmteil des Featured Poets Sebastian23 beendet wurde. Als die dritte Runde im mittlerweile fast aus den Nähten platzenden „Monarch“ starten sollte, wurde schnell klar, dass 2 der vorgesehen Slammer nicht erschienen waren. Auf Nachfrage des Moderators meldeten sich mit Maria und Kajate aus dem Publikum überraschend spontan und sehr zur Freude aller Anwesenden zwei Damen als Ersatz und es konnte weiter gehen. Mit einem Text über Parallelen zwischen Frauen und Stromsorten sicherte sich Sascha Delitzscher, zusammen mit Maria, den Rundensieg vor den beiden anderen Teilnehmerin Retzi und Kajate.

Sebastian23 heizt als Featured Poet das Publikum aufMit Spontanität bis ins Finale? Maria!Sascha parallelisiert sich in die Endrunde

Das folgende Finale wurde von Viktoria eröffnet, die mit ihren „Antagonistische Neogolismen im Kontext einer idealistischen Gesellschaft“ hörbar für Erheiterung bei den Gästen sorgte. Es folgte der Auftritt von Renato Kaiser, der mit seiner Aufreiß-Anleitung „Magste vielleicht mal nen Kaffee mit mir trinken?“ und einer sichtlich gelösten Performance in die ausgelassene Atmosphäre einstimmte. Unter mehrmaligen, eruptionsartigen Lachattacken konnte Renato nur unter größter Anstrengung an sich halten und seinen Text bis zum Ende vortragen. Anschließend las Sascha Delitzscher seinen sehr unterhaltsam geschriebenen Briefwechsel um eine Bewerbung beim Satire-Magazin Titanic und Maria bildete den Rundenabschluss mit ihrer „Geschichte von der Zukunftsfrau“. Nach mehrmaliger Publikumsabstimmung kürte der über den gesamten Abend hervorragend moderierende Lars Ruppel sowohl Viktoria-Louise Seifried als auch Renato Kaiser zu den Siegern des Bastardslams.

"Dinkel oder Schokobons?" fragt sich Viktoria im FinaleRenato spricht über den Weg zum Herzen einer FrauDer Moderator Lars Ruppel lädt zur Finalabstimmung

 

Text: Larsold, Fotos: Hendrik Schneller

Magste vielleicht mal nen Kaffee mit mir trinken?

Renato Kaiser gewinnt mit "Magste vielleicht mal nen Kaffee mit mir trinken?" das Finale des Bastardslam am 19. Juni 2009.

Antagonistische Neogolismen im Kontext einer idealistischen Gesellschaft

Victoria-Louise Seifried mit ihrem Text "Antagonistische Neogolismen im Kontext einer idealistischen Gesellschaft" im Finale des Saalslam am 19. Mai 2009.

Bild von Sascha DelitzscherBild von Sascha Delitzscher

schöne Photos

die Perspektive find ich klasse, Farben und Kontrast sind der Knaller. Bitte mehr davon Smile

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