Es gibt Slams, deren Ergebnis schon festzustehen scheint, wenn man nur das Line-Up sieht – und dann gibt es Slams, auf denen man merkt, daß auch der Nachwuchs nicht zu unterschätzen ist. Der seit langer Zeit erste Slam im Prater am 29. Juni gehörte zur letzten Kategorie.
Die neue Veranstaltung von Wolf Hogekamp und Lino Ziegel, dem gut eingespielten Team des Bastardslams, war selbst für jemanden wie mich, der mit der Zeit erstens ein wenig slammüde wird und zweitens langsam jeden Text auswendig kennt, einer der schönsten Großraumslams seit langem. Trotz der Größe des Saals fühlte man sich wohl im Prater, und die Stimmung unter den knapp 200 Zuschauern war außergewöhnlich gut.