Wenn ich in Berlin bei einem Poetry Slam bin, habe ich mittlerweile, nachdem die auftretenden Poeten vorgestellt wurden, eine recht genaue Vorstellung, was ich von dem Abend erwarten kann. Nach einem Jahr regelmäßiger Slam Besuche kenne ich einen großen Teil der Lokalprominenz, den Stil der Texte und die Vortragsweisen schon recht gut. Hin und wieder versuchen sich Neulinge auf der Bühne, die aber selten auf Anhieb mit ihren Texten an die etablierten Poeten heranreichen. Der Besuch von auswärtigen Poeten, ob als Special Guest oder als Wettbewerbsteilnehmer, birgt oft das größte Potenzial im Laufe der Veranstaltung Auftritte zu sehen, die unerwartete Akzente setzen. Ein gutes Beispiel hierfür war der Rosislam am 06. Februar in Berlin Friedrichshain.